Fußball Glosse

Last Man Standing: der ewige Franz Lederer

Stadtleben | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Fußballtrainer ist ein unsicherer Job. Verliert eine Mannschaft öfter, als sie gewinnt, oder gerät sie gar in Abstiegsgefahr, muss der Trainer gehen. Die Ausnahme von der Regel: Franz Lederer vom SV Mattersburg. Seit der begnadete Didi Kühbauer im Sommer 2008 in Fußballpension ging, geht’s mit Mattersburg bergab: In der vorigen Saison entging das Team knapp dem Abstieg, letztes Wochenende schied man in der ersten Runde des ÖFB-Cups gegen die drittklassigen Admira-Amateure (Trainer: Kühbauer) aus. Der verständlicherweise meist leicht griesgrämige Lederer reagierte mit den üblichen Floskeln („Die Mannschaft muss sich jetzt selbst an der Nase nehmen“) – schwer zu sagen, ob er die selber noch glaubt. Ob es einen Gott gibt, weiß keiner. Das ewige Leben aber scheint es tatsächlich zu geben. In Mattersburg. Auf der Trainerbank. Amen.


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