Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Unterwegs in Dornbach: gefüllten Paprika’s own country


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Über Dornbach gibt’s ja eine Menge zu sagen. Etwa dass der dörfliche Charakter ebenso gut erhalten blieb wie die Weingärten der Riede Alsegg, dass die Sommerfrische-Villen hier ganz besonders keck sprossen, dass es am von Schrebergärten besiedelten Heuberg noch Reste einer Mustersiedlung von Adolf Loos gibt und ein Vogelschutzgebiet.

Paprikafüllerei

Aber fangen wir bei der Kirche an: Uralt, 1931 aber von Clemens Holzmeister ziemlich radikal modernisiert und kulinarisch deshalb von Bedeutung, weil hier der „Pfarrer von Dornbach“ wirkt, dem die acht Hektar Weingärten gleich gegenüber gehören und der deshalb immer wieder mal aussteckt. Dem begegnet man in Dornbach schon seit Jahrhunderten mit ziemlichem Hallo, Gewölbe und der Pfarrhof sind nett, das Buffet ist erstklassig.

Folgt man der Dornbacher Straße ins Ortszentrum, ist man bald bei der legendären Waldschnepfe, einem vor 100 Jahren sehr populären Ausflugsgasthaus, das nach dem Zweiten Weltkrieg aber verfiel – bis es ein

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