Basics Grundkurs Kochen (45)

Heute bleibt die Küche kalt, heut geht’s in den Melonenwald!

Stadtleben | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

In den Obstabteilungen und auf Märkten kann man jetzt wieder Menschen dabei beobachten, wie sie an Melonen riechen, sie abklopfen und prüfend wie Lungenfachärzte das Ohr an die Früchte legen. Aber nutzt das was? Kann man wirklich hören, ob eine Melone reif ist? Bewahrt die Auskennernase vor dem Debakel einer vermeintlich süßen Frucht, die sich als bittere Gurke entpuppt?

Immerhin: Der Profi sagt, dass reife Wassermelonen beim Klopfen hohl und dumpf klingen, während beklopfte unreife Exemplare eher kein Geräusch von sich geben. Wer lieber nicht die Melone im Sack kauft, sollte nach halbierten Exemplaren fragen und darauf achten, dass das Fruchtfleisch tiefrot ist. Bei der Gelegenheit sieht man dann auch, wie „kernarm“ die Melone wirklich ist. Noch besser: kosten! Am Markt ist das durchaus üblich. Schwieriger ist es, den Reifegrad von Zuckermelonen zu ermitteln, weil sie wegen ihrer Größe meist ganz verkauft werden. Hier sollte die Nase ermitteln: Melonen, die nach nichts riechen, schmecken auch nach nichts. Die Unterseite muss auf Druck nachgeben und süßlich duften.

Und so werden Zuckermelonen „zerlegt“: Zuerst halbiert man die Frucht und schabt mit einem Esslöffel aus beiden Hälften die Kerne heraus. Anschließend schneidet man Spalten, schneidet diese bis zur Schale in Stücke und entfernt die Schale mit einem Schnitt, dass schließlich Stücke übrigbleiben.

Vorportionierte Melonen aus dem Becher sind übrigens vollkommen inakzeptabel. cw


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