Tipp Party

Hercules ohne Love Affair, aber mit Plattenkoffer

Lexikon | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Am Anfang war „Blind“. Ein Song, der die Dancefloors des Planeten im Mark erschüttert hat, ein Track, der schon jetzt Einzug in die Annalen der Tanzmusik gefunden hat. „Blind“, das war die Single, die das lang vor sich hin brodelnde Disco-Revival endlich fürs FM4-Publikum kompatibel gemacht hat. Bläser, Streicher, ein Jahrhundertbasslauf, Antonys Stimme: Pop in Perfektion. Dabei ist es gerade mal anderthalb Jahre her, dass der New Yorker DJ Andrew Butler diesen postmodernen Geniestreich unter dem Alias Hercules & Love Affair auf die Welt losgelassen hat. Das kurz darauf folgende, selbstbetitelte Album „Hercules & Love Affair“, veröffentlicht auf dem New Yorker Hipsterlabel DFA, weitete den Referenzrahmen dann noch aus. Neben Disco trat US-House à la Frankie Knuckles als kluger Verweis auf den Plan, und die Pop-Intelligenzia hatte neben einer Platte des Jahres ein neues Liebkind. Dass Andrew Butler diese seine Band bis heute noch nicht nach Österreich gebracht hat, ist eine Schmach, dass er diese Referenzen nun zumindest aber via Plattentasche nach Wien schleppt, eine kleine Entschädigung. Vor allem, weil er sich das DJ-Pult an diesem Abend mit der famosen Londoner Horse Meat Disco teilt. FO

Pratersauna, Sa 22.00


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