„Big Stan“, Klamauk unter Knastbrüdern

Lexikon | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Was den Deutschen ihr Bully, ist den Amerikanern ihr Rob. Der jüngste Streich des Autors und Stars halblustiger Unfilme à la „Verrückte Hühner“ oder „Das Tier im Manne“ zeigt Rob Schneider in der Rolle eines Immobilienspekulanten namens „Big Stan“, der wegen Betrugs zu drei Jahren verurteilt wird. Die sechs Monate bis zum Antritt seiner Haft nutzt Stan, um sich von einem Meister in der Kunst der Martial Arts unterweisen zu lassen. Allerdings erweist sein Horror vor unfreiwilligem Analsex sich bald als unbegründet, denn nachdem Stan die Anführer der Gangs einmal verhauen hat, sitzen Schwarze und Nazis, Latinos und Scientologen in trauter Gemeinsamkeit ihre Zeit ab. Nun, ja. „Fun“ ist ein Stahlbad, und man darf hoffen, dass wenigstens die alt gewordenen Hollywoodgrößen einen hatten, denen solcher Klamauk als letzte Zuflucht vor dem Vergessenwerden dient: David Carradine, Scott Wilson, M. Emmet Walsh. MO

Ab Fr in den Kinos


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