Neu im Kino

Liebe, Tod, Kintopp: „Beim Leben meiner Schwester“

Lexikon | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Die elfjährige Anna engagiert einen Anwalt, um auf „medizinische Emanzipation“ zu klagen, soll heißen: Sie weigert sich, von den Eltern weiterhin als Ersatzteillager für Kate, ihre an Leukämie erkrankte Schwester, verwendet zu werden. Sicherlich klingt der Plot ein bisserl arg gezwungen, allerdings scheint im US-amerikanischen Rechts- und Gesundheitswesen ja kaum etwas ganz unmöglich zu sein; und natürlich gehen die ethischen Fragestellungen, die „Beim Leben meiner Schwester“ verhandelt, weit über den Anlassfall und den Film hinaus. Vielleicht könnte man bei Nick Cassavetes’ neuem Tränendrücker sogar wirklich drauflosheulen, wäre einem der Regisseur nicht von seinem Alzheimerdrama „The Notebook“ (2004) her noch in Erinnerung und die untaugliche Hollywoodästhetik dieser Leiden-in-Serie-Produktion nicht ganz so offensichtlich. Doch hat immerhin das Besetzungsbüro einen guten Griff gemacht: Cameron Diaz und Jason Patric spielen die überforderten Eltern, Abigail Breslin und Sofia Vassilieva mit großem Ernst die beiden Mädchen. MO

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis)


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