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Kurz besprochen

Lexikon | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Roman

Svealena Kutschke: Etwas Kleines gut versiegeln. Wallstein, 294 S., € 20,50

Künstlich schrill wirkt das Debüt der zweiten Preisträgerin des Berliner Literaturwettbewerbs Open Mike von 2008: Svealena Kutschkes Roman erzählt die Geschichte Lisas, die sich für einige Monate in Australien verliert. „Zu viel Welt“ überfordert die 26-Jährige, die eben noch depressiv im kalten Deutschland im Bett lag.

Jetzt ist sie etwas wacher und offenbar aufgelegt, die Welt, die sie erschreckt, in gewaltige Bilder zu zerlegen, damit sie handlicher wird. Gesichter leuchten weiß „wie gestrandete Bojen“, Make-up „bricht“ in den Augen „wie trockener Boden“, Beine falten sich auf „wie eine Ziehharmonika“. Was für eine Welt. Und wie anstrengend, sie wahrzunehmen.

Meistens fühlt sich Lisa deshalb „mumifiziert“, in einem „Kokon“ oder sonst irgendwie embryonal verhakt. In Sydney trifft sie auf Nick, Ben, Jona, Mora. Oft aber geht sie in der großen Stadt verloren und muss von


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