Seinesgleichen geschieht

Warum uns politische Quereinsteiger oft enttäuschen

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Politik ist in Österreich eine verteufelte Kunst. Vieles ist besser geworden, aber es ist noch lange nicht gut. Nehmen wir Frau Bandion-Ortner. Ein Urteil über ihre Tätigkeit

als Richterin maße ich mir nicht an, dazu habe ich sie nicht genau genug beobachtet. Manches, was von der Öffentlichkeit in den von ihr geleiteten Konsum- und Bawag-Prozessen bewundert wurde, hat mich eher skeptisch gemacht. Aber sie trat scharf gegen „die Roten“ auf, und das gefiel der Menge und den Beobachtern.

Die Qualität ihrer Urteile kann ich nicht beurteilen, allein der schiere Arbeitsaufwand nötigt einem Respekt ab. Man konnte sich also einiges von ihr erwarten, wenngleich man nicht sicher war, was. Jedenfalls eine tüchtige Frau, die aus ihrem Amt schon etwas machen würde. Auch stellte sie ein sachverständiges Kabinett zusammen. Die leisen Befürchtungen, ihre Jovialität und ihr am Strafgericht geübtes toughes Verhalten würden nicht reichen, blieben.

Ihr Verhalten in der vom Falter aufgedeckten


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