Kommentar

Kleinverlage rebellieren gegen den Deutschen Buchpreis: Cool down!

Literatur

Falter & Meinung | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Die Vergabe von Preisen versetzt den Literaturbetrieb in Wallung. Bislang galt das vor allem für den Literaturnobelpreis, dessen Gewinner sich die schwedische Akademie im stillen Kämmerlein ausmacht. Ausgerechnet die prestigeträchtigste und höchstdotierte Auszeichnung für Autoren ist jene mit dem undurchsichtigsten Vergabemodus, was nur zu ihrem seltsamen Glanz beiträgt.

Seit 2005 vergibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Deutschen Buchpreis (siehe S. 29). Transparent und gewiss nicht zum Schaden der Preisträger, darunter Arno Geiger und Uwe Tellkamp. Und auch für jene Autoren, die sich mit ihren Romanen auf der Longlist (20 Bücher) beziehungsweise der Shortlist (sechs Finalisten) finden, stellt der Buchpreis eine schöne Werbung dar.

Zu bemäkeln wäre allein die Dominanz der Großverlage. Auf der Longlist 2009 stehen vor allem Titel aus Häusern wie Hanser, Rowohlt, S. Fischer oder Luchterhand. Auf den ersten Blick bizarr: Obwohl sich die Verlage nur mit bis zu zwei


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