Rating Triple A? War ja bloß ein Schmäh!

Falter & Meinung | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Wir sollten endlich nach der Verantwortung jener fragen, die Millionen Euro Steuergeld verzockten

Gastkommentar: Markus Marterbauer

Die Wertpapiere waren mit Triple A geratet, also als höchst sicher eingestuft. Gewiss, heute sei man gescheiter, zum Zeitpunkt der Geldanlage aber habe man sehr verantwortungsbewusst gehandelt. So oder ähnlich rechtfertigten in den vergangenen Wochen die politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen die durch den Rechnungshof aufgedeckten milliardenschweren Spekulationsgeschäfte der Bundesfinanzierungsagentur mit strukturierten Wertpapieren.

Ähnliches hatte man in den Monaten zuvor von den Managern der Bundesbahnen gehört, wo augenscheinlich mehrere hundert Millionen Euro in den Sand gesetzt wurden, und immer wieder von den Direktoren der Banken, die Milliardenbeträge in verbriefte Wertpapiere von Asset Backed Securities (ABS) bis Collateral Debt Obligations (CDO) gesteckt haben. Ja, man habe viel Geld verloren, schuld seien aber die amerikanischen Ratingagenturen,


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