Ohne Vater weniger Geld

Politik | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Die Debatte ums Kindergeld zeigt: Die Konservativen in der ÖVP prägen noch immer die Familienpolitik

Bericht: Julia Ortner

Gott ist in diesem Haus ganz nahe. Das Gebäude gleich ums Eck vom Stephansdom beherbergt kirchliche Institutionen. Im dritten Stock hat der Katholische Familienverband Österreich (KFÖ) sein Büro. Hier sitzen keine Reaktionäre. „Wir haben unsere Ideale, die wir hochhalten. Aber wir verkennen nicht, dass diese oft nicht mehr so funktionieren“, sagt Verbandspräsident Clemens Steindl. „Lebensrealitäten muss man anerkennen. Da viele Frauen heute erwerbstätig sind, muss man gute Möglichkeiten anbieten, Kinder und Job zu vereinbaren“, meint auch KFÖ-Generalsekretärin Christina Luef. Mit ihren Angeboten wollen sie alle ansprechen: Denn Tagesmütter oder Leihomas werden vor allem dort gebraucht, wo die klassische Familie nicht mehr Realität ist.

„Familie ist, wo Kinder sind“ lautet der Leitspruch, den Parteichef Josef Pröll seiner ÖVP verordnet hat.


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