Die Sendung mit dem Stier

Medien | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Mitte September will Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz erneut die Welt erobern. Sein Bullenkonzern macht Fernsehen. Aber wozu?

Porträt: Martin Gantner

Fast jeder kennt sein Gesicht, doch kaum jemand hat seine Stimme je gehört. Keine TV-Station dieser Welt bekam Dietrich Mateschitz bislang vors Mikrofon. Nur dem einstigen ORF-Kommentator Heinz Prüller gab der Milliardär vor wenigen Jahren ein Interview. Unter einer Bedingung: Man durfte sein Gesicht nicht zeigen, während er sprach. Ähnlich beim Radiosender Ö1: Als Red Bull vor zwei Jahren seinen 20. Geburtstag feierte, gewährte Mateschitz dem Sender ein Interview, doch es waren zwei Sprecher, die abwechselnd Fragen und Antworten des Steirers verlesen mussten. Er selbst blieb stumm. Mateschitz macht Medien, doch TV- und Radiointerviews geht der 65-Jährige konsequent aus dem Weg. Nun macht ausgerechnet einer, der ORF und Co tunlichst meidet, selber Fernsehen.

Am 14. September soll sein neuer Sender Servus TV über Satellit on Air gehen.


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