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Medien | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Mit iKitty kann man Katzen auch unterwegs quälen

Prüfbericht: Thomas Vašek

Quälen Sie gern Katzen? Würden Sie sie am liebsten durchschütteln, am Schwanz ziehen, mit Wasser abspritzen oder quer durchs Zimmer pfeffern? Egal, ob Sie Katzen lieben oder nicht: Am besten, Sie fangen mit iKitty an – der einschlägigen iPhone-Applikation (via Appstore erhältlich) für Katzenliebhaber und Katzenhasser. Das Programm erinnert an Tamagotchi, das virtuelle Kücken, das man einst auf kleinen elektronischen Geräten hochpäppeln musste. Manch einer soll sich das Tamagotchi-Ei nur gekauft haben, um seinen Schützling elend verhungern zu lassen. Widerwärtig genug. Das süße Kätzchen iKitty braucht neben Futter vor allem Streichel- und Spieleinheiten. Via Touchscreen kann man es mit Snacks und Wassertropfen füttern, wofür es sich mit einem wohligen Rülpser bedankt. Intensives Streicheln lässt iKitty schnurren und schließlich einschlafen. Um das Kätzchen wieder zu wecken, braucht man das iPhone nur mal kurz zu schütteln. Nebenbei kann man mit iKitty auch noch ein kleines Gedächtnisgame spielen. So weit, so pädagogisch wertvoll. Theoretisch können Sie iKitty auch am Schwanz ziehen, in die Augen greifen, auf den Kopf stellen oder mit ausgestrecktem Arm im Kreis schleudern. Oder Ihrem Kätzchen via iPhone-Mikrofon kräftig in den Hintern pusten. Dann maunzt und schreit es fürchterlich. Lassen Sie mich betonen, dass ich derartige Scherze wie jegliche Tierquälerei ausdrücklich ablehne. Auch auf elektronischen Gadgets.

Thomas Vašek ist Chefredakteur des PM-Magazins und rezensiert für den Falter jede Woche Mediengadgets


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