Spaß ohne Ende

Feuilleton | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

„Infinite Jest“ von David Foster Wallace, der Megaroman unserer Zeit, ist nach 13 Jahren auf Deutsch erschienen

Lektüremarathon: Sebastian Fasthuber

In einem seiner entspannteren Momente hat das Superhirn David Foster Wallace vorgeschlagen, man könne seinen Roman doch einfach als Schattenspender mit an den Strand nehmen.

Als Leser muss man den Ratschlag nicht unbedingt in die Praxis umsetzen. Es hilft schon, bei der alle Kräfte fordernden Lektüre des 1547 Seiten starken Buchs ab und zu eskapistischen Gedanken von Meer und Sand nachzuhängen, um durchzuhalten.

Das heißt nicht, dass die Lektüre keine Freude bereitet. „Unendlicher Spaß“ – so der Titel der deutschen Übersetzung verfügt über einige der wohl brillantesten Sätze und Einfälle, die man je lesen wird, über kluge Meditationen zum Leben heute, in denen der Autor die Schraube immer noch weiterdreht, bis einem fast der Kopf explodiert, sowie über Bruhaha-Ausbrüche in Humor-Beavis-&-Butthead’scher Handschrift.

Wallace


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