Übersetzer Ulrich Blumenbach: „Bange machen gilt nicht“

Feuilleton | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von David Foster Wallaces Roman „Infinite Jest“ gearbeitet. Um sich den Job leisten zu können, übersetzte er spätabends noch Börsennachrichten. Der Aufwand hat sich gelohnt: Bereits vor Erscheinen von „Unendlicher Spaß“ wurde Blumenbach dafür mit dem Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis 2009 ausgezeichnet.

Falter: Ein Buch wie „Infinite Jest“ ins Deutsche zu übertragen ist auch für erfahrene Übersetzer eine monströse Aufgabe. Wie sind Sie dazu gekommen?

Ulrich Blumenbach: Am 31. Oktober 2002 bekam ich ein E-Mail von Helga Frese-Resch von Kiepenheuer & Witsch, die mir die Übersetzung anbot. Das geschah, nachdem schon etliche notorische Dickbuchübersetzer abgelehnt hatten.

Sie haben den Roman acht Mal gelesen. Erinnern Sie sich an Ihre erste Lektüre?

Blumenbach: Als ich richtig in die Lektüre einsteigen konnte, war ich gefesselt von der Intellektualität des Romans, von seinen inneren Querverweisen und von der


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