Der Brenner heißt jetzt Herr Simon

Feuilleton | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Wolf Haas bricht sein Wort und hält die Qualität: Privatdetektiv Brenner kehrt überraschend zurück!

Feature: Klaus Nüchtern

Wolf Haas hat mit seinen Krimis um den Expolizisten und Privatdetektiv Simon Brenner das kreiert, was man einen „eigenen Sound“ zu nennen pflegt. Das sogenannte „Haasisch“, ein zwischen kürzelhafter Lakonie und barocker Redelust changierendes, nur scheinbar dem Volksmund abgelauschtes, tatsächlich aber hochartifizielles Idiom, hat das Krimigenre der amerikanischen Hard-boiled-Schule in die österreichische Provinz verlegt und an die sprachexperimentelle Tradition der heimischen Literatur angekoppelt – ein Coup, mit dem sich der Autor die Wertschätzung sowohl der Kritiker als auch einer breiten Leserschaft sichern konnte.

Dann war es genug. Mit „Das ewige Leben“ (2003) ließ Haas den sechsten und angekündigtermaßen finalen Brenner-Krimi vom Stapel. „Für mich war es einfach interessant, einen Roman schon im Vorhinein als den letzten einer Reihe


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