Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadtbegebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

... dass die Zukunft des Casinos Baumgarten in Penzing alles andere als klar ist. Das baufällige Gebäude, das sich im Besitz eines SPÖ-nahen Vereins befindet, soll generalsaniert werden. Laut Standard befürchten Künstler nun die Demontage eines historischen Röhrentonstudios aus dem Jahr 1965 – und haben die Räumlichkeiten besetzt. Jetzt droht ihnen eine Räumungsklage.

… dass der Grund unter dem Westbahnhof gefährlich ist. Vergangene Woche fand sich bei Bauarbeiten eine Wurfgranate aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Entminungsdienst entschärfte das Relikt – Verkehrsstaus am Gürtel und Umwege für Fußgänger waren die Folge.

… dass Rechtsradikale am Westbahnhof vergangene Woche einen Flashmob zum Gedenken an NSDAP-Politiker Rudolf Heß veranstalten wollten. Die Männer trugen SS-Runen und Hakenkreuze auf Haut und Kleidung (siehe Foto). Gegendemonstranten verhinderten die Kundgebung.

... dass die Grünen erneut eine Citymaut für Wien fordern. Sie soll elektronisch an 62 Stadteinfahrten eingehoben werden und zwei Euro zu Stoßzeiten, einen Euro untertags und nichts in der Nacht kosten. Das Modell orientiert sich an London und Stockholm. Die regierende SPÖ wiegelt ab.

... dass der Wagenplatz nicht zur Ruhe kommt (siehe Kommentar S. 6). Seit eine Vereinbarung über ein von der Stadt zur Verfügung gestelltes Grundstück scheiterte, tingelt die Gruppe samt ihren Wagen umher. Nach einem Kurzzeitaufenthalt in der Baumgasse zog sie auf die Aspanggründe. Diesen Ort musste sie jedoch Anfang dieser Woche auf Betreiben der Bundesimmobiliengesellschaft verlassen. Jetzt rückt der Herbst näher.


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