Eine stille Poetenklause im steirischen Wald

Steiermark | aus FALTER 35/09 vom 26.08.2009

Zeitreisen, Teil 6: Die Festenburg erinnert an Ottokar Kernstock und ist vielleicht der gestrigste Ort der Steiermark

Reportage: Herwig G. Höller

Die Kernstockgasse in Gloggnitz wurde im Jahre 2001 in Bruno-Kreisky-Gasse umbenannt.“ Zwei große Straßenschilder zählen zu den raren jüngeren Exponaten, die in der Wohnung Ottokar Kernstocks (1848-1928) auf der Festenburg ausgestellt sind: Ob eines problematischen Erbes war schon der Kernstockplatz in Wien 1992 umbenannt worden, 2001 ereilte die Gloggnitzer Gasse das gleiche Schicksal. „Es gibt aber noch immer Fans, die Kernstock ehren“, erzählt Monika Ganster, die durch die Burg führt. „Ein Fan aus Gloggnitz hat das Schild gespendet. Damit man sieht, dass das umbenannt wurde.“

In der Steiermark sind Umbenennungen bislang die Ausnahme. Dabei sind echte Fans rar geworden, muten Gaben wie entfernte Straßenschilder realsatirisch an. Zu Lebzeiten war es um die Bedeutung des Dichters noch anders gestanden. Gerade das dokumentiert sein


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