Globo muss her!

Politik | aus FALTER 36/09 vom 02.09.2009

Die Krise belegt: Eine immer stärker globalisierte Wirtschaft verlangt nach einer Weltwährung

Kommentar: Stephan Schulmeister

Seit 1944 spielt der Dollar eine Doppelrolle, er fungiert als nationale Währung und als Ersatzweltwährung. Bis Anfang der 70er-Jahre war der Dollarkurs zwar stabil, seither ist die key currency zur instabilsten aller wichtigen Währungen geworden. Alle großen Turbulenzen in der Weltwirtschaft, von den Ölpreisschocks bis zur jetzigen Krise, wurden durch die Doppelrolle mitverursacht.

Drei Funktionen charakterisieren den Dollar als Weltwährung: Erstens notieren alle Rohstoffe in Dollar. Zweitens wird der größte Teil internationaler Forderungen und Verbindlichkeiten in Dollar gehalten. Und drittens fungiert die US-Währung als Vehikel im supranationalen Devisenhandel, da die meisten Transaktionen über den Dollar abgewickelt werden.

Als nationale Währung sind Zinssatz und Wechselkurs des Dollars wichtige Faktoren der US-Wirtschaftsentwicklung, sie werden daher


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