Wenn nach der Schule niemand wartet

Politik | aus FALTER 36/09 vom 02.09.2009

Verwahrlosung, Gewalt, Armut. Immer mehr Schüler brauchen Hilfe, aber nicht nur von Lehrern

Analyse: Ingrid Brodnig

Hernals: Ein Zwölfjähriger geht von der Schule mit seinem Kumpel heim. Da fängt ihn eine Gruppe älterer Kinder ab. Sie schlagen ihn, nehmen ihm den MP3-Player ab, reißen seinem Freund das Fahrrad aus der Hand und geben es nicht zurück. Der Junge erzählt das seinem Klassenvorstand.

Währing: Im Unterricht bekommen die Schüler eine Aufgabe. Sie sollen ihr jetziges Kinderzimmer und ihr Traumzimmer zeichnen. Da findet die Lehrerin heraus, dass ein Bursche gar kein Zimmer, nicht einmal ein Bett hat. Er pendelt zwischen drei Haushalten hin und her, jenem des Vaters, der Mutter und der Großmutter. Dort schläft er dann auf einer Matratze.

Rudolfsheim-Fünfhaus: Ein Mädchen wendet sich nach der Stunde an den Klassenvorstand. Sie will von ihrem streng religiösen Elternhaus weg. Aber sie ist noch nicht volljährig.

Ein Psychologe für 10.000 Kinder

Drei Fälle, die sich an Wiener


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