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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 36/09 vom 02.09.2009

Wann ist es Zeit, das iPhone aus der Hand zu legen? Spätestens dann, wenn man vollkommen abgelenkt, den Blick nach unten, in ein Straßenschild läuft. So etwas kann passieren. Vor allem dann, wenn man permanent alles gleichzeitig macht (Musik hören, Mails abrufen, dann ein Blick auf Twitter). Multitasking ist schlecht für uns. Es frisst sich ins Hirn, macht uns zu Aufmerksamkeitsdefizitidioten. Das sagt nicht nur die Erfahrung, sondern auch respektierte Forscher, etwa von der Stanford University. Die fragten sich, ob Menschen, die alles gleichzeitig machen, dies mit der Zeit besser beherrschen als andere. Doch das Gegenteil war der Fall: Sie schnitten bei sämtlichen Konzentrationsaufgaben schlechter ab als jene, die kaum multitasken. Was ist die Lösung? Kein Multitasking? Kein iPhone? Mehr Selbstbeherrschung? Das hört sich doch sinnvoll an. Schwierig wird es nur dann, wenn am Heimweg wieder ein Mail am iPhone eintrifft. Es piepst. Die Hand zuckt. Und wie aus dem Nichts taucht schon wieder so ein Straßenschild auf.


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