Hart Burg Mann

Feuilleton | aus FALTER 36/09 vom 02.09.2009

Am Wochenende beginnt am Burgtheater die Direktion Matthias Hartmann. Was ist davon zu erwarten?

Vorschau: Wolfgang Kralicek

Zum ersten Mal seit 23 Jahren steht ein Mann an der Spitze des Burgtheaters, der nicht auf den Vornamen Klaus (bzw. Claus) hört. Und nachdem mit Klaus Bachler zuletzt ein non-playing captain die Geschicke von Österreichs größtem Schauspielhaus leitete, hat die Burg mit Matthias Hartmann nun wieder einen Intendanten, der auch selbst Regie führt.

Gleich zur Eröffnung am 4. September inszeniert der Chef beide Teile von Goethes „Faust“; ein langgehegtes Wunschprojekt Hartmanns, über dem allerdings ein Schatten liegt: Eigentlich hätte Jürgen Gosch schon vor einem Jahr am Burgtheater „Faust“ inszenieren sollen; wegen seiner schweren Krankheit musste der (in der Zwischenzeit verstorbene) Regisseur davon Abstand nehmen – und der Weg war frei für Hartmann.

Im Reisegepäck hat der neue Burgtheaterdirektor überdies fünf Produktionen, die er an seinen vorigen


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