Das große Leiden vor der Auferstehung

Feuilleton | aus FALTER 36/09 vom 02.09.2009

Das Filmmuseum widmet dem Regisseur Martin Scorsese eine Werkschau. Ein Porträt von A bis Z

Alphabet: Michael Omasta, Michael Pekler, Joachim Schätz

Asthma

Martin Scorsese, am 17. November 1942 in Flushing, Long Island, geboren, leidet seit Kindertagen an Atemnot: „Nachdem ich drei geworden war, wurde mein Asthma schlimmer, also nahm mein Vater mich sehr häufig in Filme mit.“ Bis heute gibt es bei Scorsese eine geheimnisvolle Verbindung zwischen Kino und Krankheit – siehe beispielsweise „Casino“, wo sie sich unmittelbar auf den Rhythmus des Films niederzuschlagen scheint.

Bickle, Travis

Vietnamveteran, „Taxi Driver“ von Beruf, Vigilant aus Leidenschaft. Verkörpert von Robert De Niro, spukt der Einzelgänger mit den reaktionären Rachefantasien seither als Role-Model durch die Popkulturgeschichte. Stichproben: Alan Moores „Watchmen“, Hans Weingartners „Das weiße Rauschen“, Smogs „37 Push-ups“.

Cinephilie

Scorsese gehört, wie Spielberg oder Coppola, zur ersten Generation


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