Pensionistenkommune I

Stadtleben | aus FALTER 36/09 vom 02.09.2009

Eine Ausstellung im Architekturzentrum widmet sich der grauen Gesellschaft

Reportage: Iris Meder

Sophia Petrillo ist nicht mehr. Und nicht genug damit: Auch Dorothy Zbornak ist kürzlich von uns gegangen. Dennoch: Die Idee bleibt für die Ewigkeit. Auch wenn „Golden Girls“ im Grunde nur eine gigantische Werbemaßnahme für die Immobilienabteilung des Disneykonzerns gewesen sein soll, hat die Fernsehserie das Bild eines spaßigen, abwechslungsreichen Daseins in einer Seniorinnenwohngemeinschaft in Millionen Hirne unausweichlich hineingepflanzt.

Warum auch nicht: Die 68er, wenn sie damals, sagen wir mal, Mitte 20 waren, sind jetzt auch schon im Rentenalter, und in der Kommune I, so es sie noch gäbe, führen (bei ohnehin schon ausgehängten WC-Türen) schon bald Rollatoren durch schwellenlos adaptierte Räume.

Punks mit ergrautem Haar

Die Vorstellung ist symptomatisch für eine sich ständig ändernde Wahrnehmung der Lebensalter: In einer immer früher beginnenden und durch Lebensumstände


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