Prost!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Cocktail in der 0,2-Liter-Flasche

Stadtleben | aus FALTER 36/09 vom 02.09.2009

Es könnte so einfach sein: Cocktails für zuhause

Immer das Gwirks mit dem Cocktailgeschirr – ganz gleich, ob das Ding von Ikea, Kare oder meinetwegen auch von Alessi ist. Wurscht, ob Chromstahl oder Plastik, das Zeug ist immer im Weg und in der Handhabe zu kompliziert. Zu viele Einzelteile, zu viele offene Fragen. Cocktail zuhause – ist und bleibt entmutigend. Cocktail im Lokal – ist und bleibt zu teuer.

Die Idee von Rauch Fruchtsäfte schiene somit ausgesprochen reizvoll: „Fructails – Fruchtcocktails mit oder ohne Alkohol“ in der 0,2-Liter-Flasche. Wäre auch echt einfach zum Selbermachen. Ein wenig eigenwillig ist jedoch die auf der Webseite beschriebene Vorgehensweise: servieren, eingießen, shaken (nach dem Eingießen!), genießen (den Rest, der noch im Glas ist).

Vorbei wäre das lästige Schälen von Obst (und Gemüse?). Einfach das Fructail – wahlweise Red Colada oder Tropical Sunrise – genommen und mit einem Schuss weißem und/oder braunem Rum, von mir aus auch Prosecco, gemischt, und fertig ist der leckere Bombay Colada oder Sunrise Sex. Insgesamt gingen sich genau 18 verschiedene Cocktails aus. Rezepte wären auch gleich auf der Webseite zum Downloaden bereitgestellt. Die Cocktailparty könnte also steigen.

Das Problem: Im Billaregal wird man Fructails vergebens suchen. Die beiden sind nur „exklusiv für die Gastronomie“ zu haben. Für jene also, die eigentlich auch mit dem Cocktailgeschirr fix umgehen können sollten. Es könnte so einfach sein. Möcht jemand noch ein Bier? MaG


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