Alles auf Anfang: Neustart an der Burg

Lexikon | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 36/09 vom 02.09.2009

Heftiger Auftakt der Direktion Hartmann im Burgtheater: fünf Premieren in sechs Tagen

Vor acht Jahren waren die beiden Teile von Goethes „Faust“ zuletzt in Wien zu sehen. Peter Stein hatte die 12.111 Verse der Doppeltragödie an im Kabelwerk ungekürzt zur Aufführung gebracht, die auf zwei Tage aufgeteilte Inszenierung dauerte inklusive Pausen rund 22 Stunden.

Wenn der neue Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann seine Intendanz am Freitag mit „Faust I & II“ eröffnet, geht das vergleichsweise flott. Zu rechnen ist mit etwa sieben Stunden. Mit Hartmann steht nach zehn Jahren Unterbrechung wieder ein Regisseur an der Spitze des Burgtheaters. Mit „Faust“ gibt der neue Chef sozusagen seine Visitenkarte ab – und zwar eine, die auf beiden Seiten bedruckt ist.

In „Faust I“ – mit Tobias Moretti als Faust und Gert Voss als Mephisto – wird Hartmann nahe an der Vorlage bleiben, „Faust II“ soll eher die Form einer Textperformance haben. Die Folge: Der Tragödie erster Teil wird


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