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Eine Periode des Um- und Aufbruchs

Lexikon | Manisha Jothady | aus FALTER 36/09 vom 02.09.2009

Am 9. November 1989 wurde die Grenze zwischen West- und Ostdeutschland geöffnet. Der Fall der Berliner Mauer wurde zum Symbol für das Ende des Kalten Krieges schlechthin. Die Ausstellung „Common History and Its Private Stories“ erinnert mit Arbeiten von 35 Kunstschaffenden aus ganz Europa an den 20. Jahrestag dieses historischen Ereignisses, das so viele politische Veränderungen nach sich zog. Die Beiträge nehmen dabei weniger auf das konkrete Geschehnis Bezug, sondern zeigen vielmehr die unterschiedlichsten persönlichen Reflexionen auf eine Ära des Umbruchs in verschiedenen Lebensbereichen.

Hildegard Absalon nimmt einen handgeknüpften Teppich zum Anlass, um über eine gescheiterte Freundschaft zu erzählen. Migration und Identität sind das Thema der Bild-Text-Tafeln von Ken Lum. Die Perspektivlosigkeit junger Menschen in einer Welt, in der es scheinbar keine gesicherte Identität gibt, sind der Inhalt der Malerei von Markus Muntean und Adi Rosenblum. Magda Tothova und Gernot Wieland setzen sich mit skulpturalen Symbolen aus der Ära des Kommunismus auseinander. Kamen Stoyanov dokumentiert die erste Auslandsreise russischer Touristen.

Die Publikation zu diesem sehenswerten Projekt wird am kommenden Dienstag um 18 Uhr vorgestellt. Zudem werden an diesem Abend Videoarbeiten von Gerda Leopold und Christa Biedermann gezeigt.

Musa, Museum auf Abruf, bis 3.10.


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