Ohren auf!

Sammelkritik

Sebastian Fasthuber | Lexikon | aus FALTER 36/09 vom 02.09.2009

Ob Woodstock gerade ein Jubiläum feiert oder Bob Dylan wieder mal für Schlagzeilen sorgt, weil er nachts durch fremde Vorgärten stromert und von einer Polizeistreife einkassiert wird: Folkrock hat immer Saison. Mit den Alben von Fleet Foxes oder Blitzen Trapper sind im letzten Jahr große Würfe junger Bands erschienen, die die Tradition weiterpflegen, ohne in Hippieposen zu erstarren. Und schon wieder gibt es Nachschub.

Das kanadische Frau-Mann-Duo Lightning Dust, bestehend aus Amber Webber und Josh Wells, musiziert normalerweise im größeren Verbund Black Mountain. Ihr Nebenprojekt steht den Werken des Kollektivs um nichts nach, wie „Infinite Light“ (Jagjaguwar/Trost) demonstriert. Mit einem geborgten Steinway, ein bisschen Elektronik, Geige und Schlagzeug spartanisch instrumentiert, erweisen sich die zehn Songs nichtsdestotrotz als atmosphärisch dichte Studien zum amerikanischen Leben. Ruhige Töne, die ganz schön laut sind.

Noch besser ist „Hospice“ (Frenchkiss/Import),

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