Der Pomp des zornigen Burgunders

Lexikon | Matthias Dusini | aus FALTER 37/09 vom 09.09.2009

Auftakt der Generaldirektion Haag im Kunsthistorischen: Eine Ausstellung zu Karl dem Kühnen

Seit Jänner hat das Kunsthistorische Museum eine neue Generaldirektorin, die Kunsthistorikerin Sabine Haag. Nun eröffnet die erste, große Ausstellung ihrer Programmplanung. Sie ist „Karl dem Kühnen“ (1433–1477) gewidmet, einem Herrscher aus der Spätzeit der Ritter, Elfen und Einhörner.

Sein von Rogier van der Weyden gemaltes Porträt aus den Berliner Staatlichen Museen ist bereits mit allen Raffinessen neuzeitlicher Tafelmalerei gemacht. Es zeigt einen jungen Mann mit dem Gesicht eines Intellektuellen und schlanken Händen, die allerdings auch schon man recht hart zulangen konnten.

Bevor Karl fiel und von den Wölfen verspeist wurde, verbrachte er die meiste Zeit auf dem Schlachtfeld. Sein Bemühen, aus Teilen Belgiens, der Niederlande und Frankreich einen unabhängigen Staat zu formen, stieß auf wenig Gegenliebe.

Karl der Kühne war einer der mächtigsten und reichsten Fürsten seiner


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