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Es ist was paranoid im Staate Dänemark

Lexikon | aus FALTER 37/09 vom 09.09.2009

Scala-Prinzipal Bruno Max erfüllte sich im Frühjahr mit Shakespeares „Hamlet“ einen lang gehegten Traum. Der Regisseur siedelt die Tragödie in einer paranoiden Gegenwart an: Hamlet gammelt als Slacker vor sich hin, Ophelia geht noch zur Schule, Königin Gertrud greift zur Flasche, und der Geist von Hamlets Vater erscheint als Bildstörung auf den Überwachungsschirmen. „Mit nur elf Rollen und einer nur leicht bearbeiteten Schlegel-Übersetzung bestreitet das Ensemble zweieinhalb Stunden, die tatsächlich so etwas wie Unbehagen aufkommen lassen“, schrieb Martin Lhotzky nach der Premiere im Falter. Jetzt wird die Inszenierung wiederaufgenommen, anschließend läuft in der Scala Tom Stoppards „Hamlet“-Paraphrase „Rosenkranz und Güldenstern“; ermäßigte Kombitickets liegen auf. WK

Scala, Wiederaufnahme Sa 19.45 (bis 26.9.)


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