Noch im Kino

„Coco Chanel“, der Beginn einer Leidenschaft

Lexikon | aus FALTER 37/09 vom 09.09.2009

Aus den Jugendjahren der Modeschöpferin, die der überkandidelten Frauenmode des 19. Jahrhunderts ein Ende bereitet hat. Gabrielle „Coco“ Chanel räumte Hüten das Gemüse ab, befreite Dekolletés von Klunker und die Hüften vom Korsett. Das „kleine Schwarze“ kommt in Anne Fontaines opulentem Film ebenso wenig vor wie Chanels Anbiederung an die Nazis während der Okkupation: „Coco avant Chanel“ denkt die Karriere nicht vom Ergebnis, sondern ihren Anfängen her, zeigt die wechselvolle Affäre der jungen Coco mit einem pferdeverrückten Baron und das sich abzeichnende Dilemma eines Daseins als seine Mätresse. Audrey Tautou, als kuhäugige „Amélie“ noch in schlechter Erinnerung, verleiht der Kettenraucherin mit dem überschäumenden Temperament überzeugend Gestalt. MO

Weiterhin in den Kinos (engl. OF im Burg)


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