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Kurz besprochen

Lexikon | aus FALTER 37/09 vom 09.09.2009

Hirnforschung

Peter Janich: Kein neues Menschenbild. Zur Sprache der Hirnforschung. Suhrkamp, 191 S., € 10,20

„Es ist nicht das, Ich‘, das denkt, sondern das Gehirn.“ Solche Sätze fallen oft, wenn Hirnforscher die Konsequenzen neurobiologischer Laborbefunde „erläutern“. Ob ich „denke“, weiß jedoch kein Computertomograf – sondern nur ich selbst. Ob ich voller Hoffnung bin, zeigt nicht der Apparat, sondern nur eine Befragung meiner selbst. Wenn wir den Sprechweisen vieler Hirnforscher glauben, „denkt“ das Gehirn nicht nur, es „entscheidet“ auch „für uns“ etc.

Wer so spricht, unterliegt einem simplen Fehlschluss, so lehrten 2003 P.M.S. Hacker und M.R. Bennett kanonisch: Es werden dem Gehirn Eigenschaften zugesprochen, die nur selbstbewussten Personen zukommen können. Janich will dem deutschsprachigen Publikum nun noch einmal die „Sprachvergessenheit“ der Hirnforschung vor Augen führen und alle Fundamentalien des sprachlichen und wissenschaftlichen Erkennens

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