„Projektionen und Vermutungen“

Politik | aus FALTER 37/09 vom 09.09.2009

Briefbombenopfer kritisieren einseitige Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft antwortet ihnen nun schriftlich

Bericht: Florian Klenk

Lebt ein Komplize von Franz Fuchs in einem Wiener Obdachlosenheim? Amtsdirektor Rudolf Huber, 55, Polizist und Exmitglied der Soko-Briefbomben ist seit 13 Jahren davon überzeugt (siehe Falter 36/09). Der Exekutivbeamte verdächtigt den rechtsextremen Schriftsteller und Frauenmörder Otto Rudolf Braun, 78, ein Mitglied der Bajuwarischen Befreiungsarmee zu sein, und informierte ein Opfer der Briefbombenserie davon: Helmut Zilk.

Der mittlerweile verstorbene Altbürgermeister (er verlor durch eine Briefbombe seine Hand) war so irritiert von Hubers Indizienkette, dass er Innen- und Justizministerium im Jahr 2007 um neue Ermittlungen bat. Die wurden auffallend schnell beendet. Hubers Konvolut, so halten Bundesverfassungsschutz und Staatsanwaltschaft nun fest, seien zu dünn und überdies alt. Auch der von Huber schwer beschuldigte Otto Rudolf Braun nannte die Anschuldigungen


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