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Steiermark | aus FALTER 37/09 vom 09.09.2009

Die Grazer Mur soll zum Stausee werden. Der Bürgermeister findet das gut. Surfer und Lachse zittern

Reportage: Donja Noormofidi, Anna Wieder

Gut ein Dutzend Passanten beugt sich über das Gelände der Grazer Hauptbrücke und starrt gebannt auf die darunterliegende Mur. Einige haben ihre Fotoapparate ausgepackt, andere halten mit der Handykamera fest, wie Christoph Hesse mit seinem Kajak durch die Wellen gleitet. Er liefert seinem Publikum die perfekte Show: ein Salto, hinein in die Welle und gleich noch ein Salto. „Front-Loop“ nennt sich das auf Kajak-Deutsch, erklärt sein Kollege Anselm Kraft, der sichtlich genießt, dass er und Hesse die Attraktion darstellen: „Wir haben großen Zulauf.“

Dreihundert Meter flussabwärts auf Höhe des Grazer Augartens wirft Clemens Könczöl gerne seine Angel aus. An dieser Stelle ist es ruhiger, beim Fischen sind Zuseher eher lästig. Seit seiner Kindheit interessiert sich der Psychologiestudent für die Fischerei, als Referent für Ökologie und


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