Die Demontage eines Denkmals

Steiermark | aus FALTER 37/09 vom 09.09.2009

Ein zentraler Bau der steirischen Nachkriegsmoderne ist Geschichte. Das FRZ Leoben von Eilfried Huth wurde zu Tode saniert

Bericht: Thomas Wolkinger

Es war eine wundersame Wirtschaftsepoche – die späten Sechziger-, die frühen Siebzigerjahre des vorigen Jahrhunderts: Die Verstaatlichte Industrie war damals noch der Stolz der Nation, die Stahlwerke der Obersteiermark warfen genug Gewinne ab, um die Menschen der gesamten Region zu versorgen, das Wort Ölschock war noch nicht erfunden, und Computer hatten die Größe von Einfamilienhäusern. Damals erhielt der junge Architekt Eilfried Huth den Auftrag, für die Alpine Montangesellschaft in Leoben ein Forschungs- und Rechenzentrum zu entwerfen.

Der Bau sollte ordentlich was hermachen, denn die Alpine stand zu dieser Zeit noch in regem Wettbewerb zu den Stahlkochern der Voest in Linz. Ein „Prestigeobjekt“ sollte es werden, erinnert sich Huth in seinem Atelier am Grazer Opernring. Und das wurde es auch. Die Fotos und Dias, die Huth zu Hunderten


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