Ohren auf!

Sammelkritik


Klaus Nüchtern
Lexikon | aus FALTER 38/09 vom 16.09.2009

Ulrich Drechsler kommt das Verdienst zu, die Bassklarinette hierzulande über die üblichen Jazz-, Neue-Musik- und Free-Improv-Szene hinaus populär gemacht zu haben. Drechsler, die Nachfolgeformation des legendären Trios Café Drechsler, hat der Namensspender nun noch einmal verändert und um einen Keyboarder erweitert, dem Konzept eingängiger Dancefloorisierung von Jazz ist die Band auf „The Big Easy“ (Cracked Anegg) treu geblieben, wobei die Bassklarinette tendenziell für die ruhigeren, eher lyrischen Momente, das Tenorsaxofon für die körperbetonte Expressivität zuständig ist.

Als Bassklarinettist ist der Deutsche Rudi Mahall (der sich auf dieses Instrument auch beschränkt) ein echtes Kontrastprogramm zu Ulrich Drechsler. Vor vier Jahren hat die seit über einem Jahrzehnt bestehende Combo Die Enttäuschung gemeinsam mit dem Pianisten Alexander von Schlippenbach auf drei CDs das Gesamtwerk von Thelonious Monk („Monk’s Casino“) eingespielt, nun legt das deutsche Quartett

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