Schauderliches aus der Spirituosendeckelfabrik

Geisterbahn meets Death Metal: Das Wiener Künstlerduo Stirn Prumzer kreuzt Aktionismus mit Elektromusik

Feuilleton | Reportage: Florian Obkircher | aus FALTER 38/09 vom 16.09.2009

Der Laden hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Backsteinfassade bröckelt, die Fensterrahmen sind rissig. Nur ein rostiges Firmenschild über der wellblechüberdachten Eingangstür weist auf die ursprüngliche Funktion des Gebäudes im 14. Bezirk hin. „In der Drinkomat-Halle wurden früher Dosierstöpsel für Spirituosen hergestellt“, erklärt Christopher Sturmer, der sich mit seinem Kollegen Kurt Prinz hier seit Anfang August eingemietet hat.

Die beiden Endzwanziger – der eine ist Maler und Mitglied der Künstlergruppe Atzgerei, der andere Fotograf – haben sich vor einigen Jahren beim Ausgehen kennengelernt und die neue Bekanntschaft schnell ins Atelier übertragen.

„Wenn wir zusammen arbeiten, dann hat das was von einem Pingpongspiel. Wir gehen von einem Foto aus, übermalen es, fotografieren das Ergebnis wieder und bekleben es am Ende noch im Collagestil“, erklärt Prinz die Arbeitsweise des Duos Stirn Prumzer. „Mittlerweile stellen wir auch gern Menschen an den Anfang des


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