„In jedem meiner Filme muss ich laut lachen“

Feuilleton | Interview: Michael Pekler Michael Omasta | aus FALTER 38/09 vom 16.09.2009

Unser Mann in Cannes: Regisseur Michael Haneke spricht über seinen Film „Das weiße Band“, die Schönheit von Schwarzweiß und die Segnungen des digitalen Zeitalters

Angesichts des österreichischen Rummels rund um Christoph Waltz’ Naziauftritt in „Inglourious Basterds“ wäre der wahre Siegerfilm aus Cannes hierzulande beinahe ins Hintertreffen geraten. Dabei ist Michael Ha-nekes „Das weiße Band“ vielleicht der beste Film, den der gebürtige Münchner bislang gedreht hat. Haneke, seit Jahrzehnten auf der Suche nach den Wurzeln gesellschaftlicher Unterdrückung und Repression, ist diesmal in einem norddeutschen Dorf am Vorabend des Ersten Weltkriegs fündig geworden. Eine mysteriöse Unfallserie beschäftigt die Bewohner, während die autoritären Strukturen ein Klima aufbereiten, das nur wenige Jahre später in die Katastrophe führt. Als Studie über den Faschismus will Haneke die deutsch-österreichische Co-Produktion, die überwiegend mit deutschen Geldern finanziert und


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