„Da wartet viel Arbeit auf uns“

Der flämische Regisseur Jan Lauwers soll die Burgschauspieler locker machen

Feuilleton | Porträt: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 38/09 vom 16.09.2009

Jan Lauwers hat sich drei der vier Eröffnungsinszenierungen am Burgtheater angeschaut. Wie ihm die Aufführungen gefallen haben, mag er nicht sagen. Nur so viel: „Da wartet viel Arbeit auf uns.“

Der neue Direktor Matthias Hartmann hat Lauwers und dessen Needcompany als „Artists in Residence“ ans Haus geholt. Der flämische Regisseur soll den Burgschauspielern zeigen, dass es auch noch eine andere Art gibt, Theater zu spielen. „Ich möchte hier nicht der Böse sein, der alles besser weiß“, sagt Lauwers, „aber ich glaube, dass wir die richtigen Fragen stellen müssen.“

Die Burgschauspieler gehören zu den Besten ihres Fachs. Sie sind Virtuosen der Einfühlung und Meister der Wandlungsfähigkeit, sie beherrschen die Sprache und den Körper, sie spielen heute Hamlet und morgen Jelinek. Aber wie alle deutschsprachigen Schauspieler neigt der Burgschauspieler zum Schauspielern. Was er macht, wirkt oft „gemacht“.

Der deutschsprachige Schauspieler ist zwar nicht so pathetisch


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