Nüchtern betrachtet

Folgende Bandnamen sind frei verfügbar

Feuilleton | aus FALTER 38/09 vom 16.09.2009

Es gibt Dinge im Leben, die kann man nicht nachholen. Weil das Traumatische als Stoff für das Plaudergenre Kolumne in etwa so geeignet ist wie Inzest für den Smalltalk beim Schulheurigen, will ich mich aber auf Dinge beschränken, die allenfalls einen kleinen Funken der Melancholie oder der Sehnsucht in unseren Herzen am Glimmen halten, bis diese aufhören zu schlagen. So werde ich es mir wohl nie verzeihen, dass ich an jenem Julitag Mitte der 80er-Jahre dem blöden Bierauslieferlastkraftwagenfahrer nicht einfach gesagt habe, er könne mich a) am Arsch lecken und vor allem b) die Bierkisten alleine vom Wagen wuchten. Es wäre eine grandiose Geste gewesen und hätte mir lediglich einen vernachlässigens werten Verdienstentgang eingetragen. Vertane Chance!

Warum ich auf den Anblick von Bierauslieferungslastkraftwagen so emotional reagiere, ist also leicht erklärt. Ähnliches gilt für meine Neigung, mir Bandnamen einfallen zu lassen – eben weil ich aufgrund umfassender Unfähigkeit auf


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