Wien, wo es isstKulinarischer Grätzel-Rundgang

Wallensteinplatz: Geschmackssuche in der Imbisszone


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 38/09 vom 16.09.2009

Vergangene Woche lasen wir davon, was aus dem Nordbahnhof wahrscheinlich nie werden wird. Diese Woche schauen wir uns an, was der Wallensteinplatz kulinarisch so drauf hat: nämlich Imbissbuden in jeglicher ethnischen Ausrichtung. Besonders viel Kebab-, nicht wenig Pizza-, Balkangrill- und Hendl-, einige Schnitzelhütten – die kulinarische Vollkatastrophe. Das zweifellos geringere Durchschnittseinkommen vor Ort funktioniert als Argument jedenfalls nicht, denn billig ist der ganze Mist definitiv nicht.

Gourmetparadies im Junk-Land

Der Mraz ist so etwas wie die lokale Antithese: Ursprünglich aus einer Imbissbude entstanden, kochte Markus Mraz hier eine extravagante Experimental- und Kreativküche, wie sie in den vergangenen 15 Jahren kaum sonst wer im Lande kochte. Weinkarte zum Niederknien, Käsewagen zum Riechen und Staunen, Topniveau an einem Ort, an dem man definitiv nicht damit rechnet. Das machte und macht sicher auch ein bisschen den Reiz dieses Restaurants aus.

Am Wallensteinplatz

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