„Das wäre ja ein verrücktes Ziel“

Der Aussteiger Årge Kugelstein zeigt Teile seines Lebenswerkes in der Neuen Galerie

Steiermark | Porträt: Tiz Schaffer | aus FALTER 38/09 vom 16.09.2009

Ich hab heute noch einen Propangasherd aus dem Jahr 1964.“ Årge Kugelstein hat der Welt des Konsums schon vor vielen Jahren entsagt. Das war 1972, er war dreißig Jahre alt und ist ausgestiegen. Im Gegensatz zu vielen anderen der damaligen Hippiebewegung ist er ein Aussteiger geblieben. „An neuer Technik gibt es bei mir nicht mal die CD. Wenn ich sehe, was Bekannte mit dem Handy mitmachen, da graust es mir. Und den Fernseher hab ich schon vor Jahrzehnten rausgeschmissen.“ Das Lebenselixier von Kugelstein, mit bürgerlichem Namen heißt er Rudolf Ellmeyer, ist seine Kunst. 1972 hat er damit begonnen, sein Archiv umfasst heute mehr als 7000 Arbeiten. Und sein Künstlernamen erklärt sich folgendermaßen: „Kugelstein deutet auf Beweglichkeit hin, aber es soll mich niemand kicken, sonst haut er sich die Zehen an. Årge bezieht sich auf den Widerspruch, was man tut im Leben, und dem, was man gerne tun will. Da muss man eine Arbeitsgemeinschaft bilden.“

Aufgewachsen unter der strengen


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