Wer ist dieser LAN? Warum macht er all die Partys?

Die Game City gibt Einblick in die bunte Welt der Videospiele

Lexikon | Ingrid Brodnig | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Die Videospieldebatte wird meist von Menschen geführt, die noch nie einen Joystick in der Hand gehalten haben. Und was die Kids vor dem Kastl machen, ist vielen Eltern – nach wie vor – ein Rätsel.

Gleichzeitig wird das Konsolenspiel immer massentauglicher, die Hersteller richten sich längst nicht nur an 14-jährige Jungs, sondern sprechen mit Fitnessprogrammen oder Karaokespielen auch zunehmend Mittdreißiger und Mittvierziger sowie Frauen an.

Die Video- und Computerspielmesse Game City im Wiener Rathaus richtet sich an Unwissende sowie an begeisterte Gamer. Bei freiem Eintritt können sie nicht nur neue Spiele ausprobieren, sondern auch diskutieren und den Profis beim Zocken zusehen.

Ja, auch hauptberufliche Computerspieler kommen heuer – sogenannte „eSportler“. Sie werden am Freitag und Samstag im Finale der „World Cyber Games“ gegeneinander antreten und um ein Preisgeld von insgesamt 500.000 Dollar spielen.

50.000 Besucher besuchten letztes Jahr das Rathaus. Die Messe soll besonders auch Eltern ansprechen, die die Faszination ihres Nachwuchs nachvollziehen wollen.

Am Samstag findet etwa um 17 Uhr eine Expertendiskussion zum Thema „Wie gefährlich sind Computerspiele?“ statt. Mama und Papa können sich am Sonntag zwischen 13 und 16 Uhr selbst hinter die Tastatur klemmen – beim ElternLan wird unter anderem der berüchtigte Shooter Counter Strike gespielt.

Muss man sich denn vor Counter Strike fürchten? Fragen wie diese werden in der wissenschaftlichen Fachtagung behandelt, zum Beispiel ist Cheryl K. Olson vom Massachusetts General Hospital zu Gast. Sie hat eine breit angelegte Studie zum Videospielverhalten von Kindern durchgeführt. Studenten und Mitarbeiter von Jugendorganisationen können die Tagung übrigens ermäßigt besuchen.

Game City, 25. bis 27. 9., vor und im Rathaus, www.game-city.at


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