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„Mängelexemplar“: Wenn der Name Programm ist

Lexikon | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Nach Charlotte Roche hat auch Sarah Kuttner einen Roman geschrieben. „Mängelexemplar“ handelt vom Absturz einer jungen Frau in die Depression. Die Literaturkritik, die das Buch durchaus behandelt hat, war sich einig darin, dass die Mischung aus Fallgeschichte und Ratgeber eine nervige Lektüre ist. Kristina Maidt-Zinke meinte in der Süddeutschen, bei der Heldin handle es sich um eine „Ich-Erzählerin in des Wortes penetrantester Bedeutung“. Ursula März fragte sich in der Zeit, warum sie sich mit dem „überdrehten Huhn von Ich-Erzählerin“ überhaupt befasse. Schließen wir versöhnlich: Wer Kuttner unbedingt live erleben will, der soll sich das ruhig anhören.

Wuk, Mo 20.00


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