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Bedeutet die Finanzkrise das Globalisierungsende?

Lexikon | Bernhard Kern | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Vor fast genau einem Jahr kollabierte die renommierte Investbank Lehman Brothers an ihren Spekulationsgeschäften. Seither spukt nicht nur in den Köpfen von Bankern der Begriff der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Für weite Teile der Bevölkerung ist das Vertrauen in Marktwirtschaft und Kapitalismus erschüttert. Der Prozess der Globalisierung wird als Sündenbock angesehen. Als Reaktion versuchen Länder nun ihre Märkte abzuschotten. Damit droht ein Rückfall in eine Ära des Protektionismus. Exportnationen bangen um den Zugang zu ihren wertvollen Absatzmärkten. Werden wir einen Rückzug auf das Nationale und das Lokale erleben, oder wird sich eine weltweite Vernetzung und der freie Handel weiterhin durchsetzen?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich Nachwuchswissenschaftler im Rahmen des Kollegs „Aspekte globaler Wirtschaftsbeziehungen“. Im Zuge ihres Studiums veranstalten sie am Montag den Diskursabend „The Financial Crisis“. Hauptreferent ist der US-Amerikaner Michael C. Burda (Humboldt-Universität, Berlin), der sich intensiv mit der Analyse der Immobilienkrise beschäftigte. Im Anschluss diskutiert Burda mit einer hochkarätig besetzten Expertenrunde. Am Podium sind Ngo Van Long (Universität Montreal), Volker Böhm (Universität Bielefeld), Stefan Bruckbauer (Bank Austria), Christian Felber (Attac) und Dennis Mueller (Universität Wien).

BA-CA Oktogon, Mo 18.30


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