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Filmanalyse nach dem Rotationsprinzip

Lexikon | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Ein Junge läuft permanent eine Treppe auf und ab. Die Filmsequenz ist geloopt, wodurch ein ins scheinbar Unendliche gedehntes Raumkontinuum entsteht. „Escalator“ des in Wien lebenden Björn Kämmerer zählte vergangenes Jahr zu einem der besten Beiträge in einer Ausstellung über Film und Kino. Beides Themen, die auch im Zentrum seiner aktuellen Präsentation stehen, selbst wenn der Künstler dafür eine Holzhütte rotieren lässt. Das Erzeugen eines filmisch-illusionären Raumes spielt hier ebenso mit hinein wie der für das Kino typische Guckkasteneffekt. Denn nur von außen durch das Fenster kann man die Installation betrachten. (Mehr über Björn Kämmerer im Feuilleton dieser Ausgabe). MJ

Georg Kargl Box, bis 7.11.


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