Noch im Kino

Bunt, schön, tödlich: „Plastic Planet“

Lexikon | Michael Omasta | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Kann man einen wirklich lustigen Katastrophenfilm machen? Werner Boote kann. Ähnlich wie Michael Moore macht sich der österreichische Regisseur in seinem fürs Kino gedrehten Dokumentarfilm „Plastic Planet“ höchstpersönlich auf, um einer Sache auf den Grund zu gehen: nämlich Plastik. Wo kommt es her, wo geht es hin, und, nicht zuletzt, welches sind die von einer Industrie mit einem Jahresumsatz von 800 Milliarden Dollar wohlweislich gut verschwiegenen Schattenseiten dieses schier unverwüstlichen Wundermaterials?

„Nach der Stein-, der Bronze- und der Eisenzeit haben wir jetzt die Plastikzeit“, konstatiert der familiär vorbelastete Filmemacher, dessen Opa ihm zu jedem Kindergeburtstag das neueste Plastikspielzeug aus seiner Fabrik mitzubringen pflegte, und tritt sogleich auch den Beweis für seine Behauptung an. Plastik ist heute immer und überall: in der Wüste und in der Tiefsee, in unseren Wohnungen und in unseren Körpern. Was es dort anrichtet, sollte zu denken geben.

Ab Fr im Gartenbau und Votiv (OmU)


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