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Kurz besprochen

Lexikon | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Autobiografie

Sebastian Horsley: Dandy in der Unterwelt. Deutsch von Andreas L. Hofbaucher. Blumenbar, 425 S., € 20,50

Ein Buch, das von Bryan Ferry mit dem Lob „Ein schmutziges Meisterwerk“ bedacht wird, kann nicht schlecht sein. Die „unautorisierte Autobiografie“ des englischen Künstlers, Exjunkies und radikalen Selbstinszenierers Sebastian Horsley (Jg. 1962) ist sogar sehr gut. Horsley, eine Art moderner Oscar Wilde, der schon seine eigene Kreuzigung inszenierte, hat einen ausgeprägten Hang zum Bonmot („Stil ist, wenn sie dich aus der Stadt jagen und du es so aussehen lässt, als würdest du eine Parade anführen“), verfügt zum Glück aber auch über Selbstironie: „Es ist nicht schwer, mit Künstlern umzugehen – vorausgesetzt, man mag Kinder.“

Horsley ist kein eitler Geck, sondern einfach nur jemand, der das Leben als zutiefst sinnlos empfindet und deshalb keine Reue dabei zeigt, verschwenderisch zu leben. Dass die familiäre Konstellation der Horsleys gelinde gesagt


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