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Lexikon | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

Caffè-Latte-Jazz versus irische Indie-Coolness

Zum Jazzanova-Konzert. Ins Porgy & Bess“, antworteten wir einem alten Freund am Donnerstagabend, gefragt nach unserem Ausgehplan. Und ernteten einen skeptischen Blick. Ganz so, als wolle er fragen, echt, diese Bürohemd-Caffè-Latte-Lackaffen, die schaust du dir an? Der Höflichkeit halber sagte er stattdessen aber trocken: „Ich fahr ins Chelsea zum Gig von Jape. Super Band aus Dublin, Red-Neck-Manifesto-Umfeld, solltest dir anhören.“ Vermutlich wären wir uns vor einigen Jahren noch mit einer ähnlichen Indie-Arroganz begegnet, aber ja, mit zunehmendem Alter baut man halt die Ängste vor Rotwein, gebügelten Hemden oder eben Jazzanova ab. Und das ist gut so, denn deren Auftritt als neunköpfige Live-Unit war fulminant: Zwar ohne Sängerin Clara Hill, dafür mit einem bestens gelaunten Paul Randolph kochte das Porgy mit gefühlten 600 Besuchern, Saunatemperaturen und drei Zugaben regelrecht über. Sodass wir angesichts des später eintrudelnden


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