Kunst Kritik

Das Universum ist verblüfft

Steiermark | aus FALTER 39/09 vom 23.09.2009

In der Neuen Galerie kann man in das Œuvre von Årge Kugelstein eintauchen. „Zur Verblüffung des Universums. Werke von 1972 bis heute“ zeichnet gleichsam seinen künstlerischen Werdegang nach und kann nur einen exemplarischen Blick auf das Gesamtwerk des 1942 in Graz geborenen Autodidakten mit langjähriger Kommunenerfahrung in den 70ern werfen. Kugelstein nennt nämlich über 7000 Arbeiten sein Eigen, die Ausstellung akzentuiert die frühen Jahre, frei bewegt er sich – gerne in der Collage – zwischen psychedelischer Kunst, der Symbolik fernöstlicher Religionen, Op Art, Underground-Comics und auch Hieronymus Bosch. Später wird er in aufwendiger Schablonenarbeit auch gotische Architektur oder den russischen Jugendstil seinem eigenwilligen, aber einnehmenden Universum zwischen grafischem Design und Science-Fiction einverleiben und auch dem Kitsch nicht entsagen. TS

Neue Galerie, Hofgalerie, bis 1.11


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